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Haftstrafen und zwangsweise Gehirnwäsche: Revolutionsgericht in Ahwaz verurteilt 9 arabische Aktivistinnen in einem Schauprozess

Nach Informationen des Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V. hat das sogenannte Revolutionsgericht in Ahwaz (Stadtteil Kianpars) neun arabische Frauen zu insgesamt 45 Jahren Haft (jeweils 5 Jahre) verurteilt. Den Verurteilten wurde die Option gestellt, die Strafe durch die Teilnahme an einem einjährigen Zwangskurs zur „politisch-ideologischen Umerziehung“ auf ein Jahr zu reduzieren.

Die Frauen wurden vor über anderthalb Jahren wegen ihrer Aktivitäten in den sozialen Medien verhaftet. Die Anklage stützt sich lediglich auf die Mitgliedschaft in einer WhatsApp-Gruppe, in der alltägliche Themen besprochen wurden. Während ihrer Monatelangen Haft in den Einrichtungen des Geheimdienstes waren sie schweren physischen und psychischen Folterungen ausgesetzt.

Erzwungene Ideologiekurse: Diese Umerziehungskurse finden im „Jafar al-Sadiq“-Institut des Geheimdienstes der Revolutionsgarde (IRGC) in der 24-Meter-Straße in Ahwaz statt und stellen ein systematisches Instrument zur Durchsetzung ideologischer Kontrolle dar.

Namen der Verurteilten:

  1. Saeeda Heidari Rad | 2. Amal Dahimawi | 3. Kowsar Asakereh | 4. Ayat Mohammadi | 5. Fatima Sawari | 6. Khadijah Hawali | 7. Eftekhar Rostamizadeh | 8. Sayyida Fatima Hosseini | 9. Amneh Beyt Sayyah.

Rechtliche Bewertung: Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V. verurteilt diese konstruierten Anschuldigungen als schweren Verstoß gegen den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (IPBPR, Art. 9, 18, 19) sowie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

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