Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V. hat eine Erklärung zur umfangreichen Verhaftungswelle abgegeben, die iranische Sicherheitskräfte in der Stadt Bab Hani (Behbahan) durchgeführt haben und die 89 ahwazische Bürger betraf. Die Behörden beschuldigten sie des Waffenbesitzes.
Nach Informationen, die dem Verein vorliegen, gehört diese Anschuldigung — Waffenbesitz — zu den vorgefertigten, wiederkehrenden Vorwürfen, die iranische Behörden systematisch und wiederholt gegen ahwazische Bürger erheben, oft ohne dass sie auf echten Beweisen oder konkreten Tatsachen beruhen, sondern vielmehr als rechtlichen Vorwand dienen, um Unterdrückungskampagnen und Massenverhaftungen zu rechtfertigen.
Der Verein betont, dass das eigentliche Ziel dieser Kampagne darin besteht, Angst und Schrecken unter den ahwazischen Bürgern zu verbreiten und die Öffentlichkeit insgesamt einzuschüchtern, um die Menschen davon abzuhalten, ihre Meinung zu äußern oder sich an Protestbewegungen gegen die Regierungspolitik zu beteiligen.
Bislang liegen keine ausreichenden Informationen über die Identität der Festgenommenen oder ihren Verbleib nach der Verhaftung vor, doch die iranischen Behörden selbst haben die Durchführung der Verhaftungsaktion sowie die Zahl von 89 Festgenommenen offiziell bestätigt.
Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V. verurteilt diese repressiven Praktiken und fordert die sofortige Freilassung aller Inhaftierten, die Offenlegung ihres Aufenthaltsorts sowie ein Ende der Politik fabrizierter Anschuldigungen, die als Mittel eingesetzt werden, um das ahwazische Volk einzuschüchtern und jede abweichende Stimme zum Schweigen zu bringen.
*Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V.




